Eine neue grafische Darstellung des Periodensystems

Das Periodensystem hat sich in die Köpfe unzähliger Generationen von Schulkindern eingeprägt. Sofort erkannt und allgemein angenommen, hat es längst Kultstatus erreicht.





Warum also ändern? Laut Mohd Abubakr von Microsoft Research in Hyderabad lässt sich der Tisch durch eine kreisförmige Anordnung verbessern. Er sagt, dass dies ein Gefühl für die relative Größe der Atome gibt – je näher am Zentrum, desto kleiner sie sind – etwas, das in der aktuellen Form der Tabelle fehlt. Es bewahrt die Perioden und Gruppen, die Mendelejews Tabelle so nützlich machen. Und indem Wasserstoff und Helium in der Nähe des Zentrums platziert werden, löst dies laut Abubakr das Problem, ob Wasserstoff mit Halogenen oder Alkalimetallen und Helium in die 2. Gruppe oder mit Inertgasen versetzt werden soll.

Das ist würdig, aber fehlerhaft. Leider kann die Tabelle aufgrund der Anordnung von Abubakr nur durch Drehen gelesen werden. Das ist bei einem Lehrbuch schwierig und bei den meisten Computerbildschirmen unmöglich.

Der große Nutzen von Mendelejews Anordnungen war ihre Vorhersagekraft: Die Lücken in seiner Tabelle erlaubten ihm, die Eigenschaften unentdeckter Elemente vorherzusagen. Allein aus diesem Grund lohnt es sich, sie in ihrer jetzigen Form zu erhalten.



Es gibt jedoch eine andere relativ neue Art, die von Maurice Kibler am Institut de Physique Nucleaire de Lyon in Frankreich entwickelten Elemente anzuordnen, die möglicherweise eine neue Vorhersagekraft haben.

Kibler sagt, dass die Symmetrien des Periodensystems durch eine Gruppentheorie erfasst werden können, insbesondere die Zusammensetzung der speziellen orthogonalen Gruppe in 4 + 2 Dimensionen mit der speziellen unitären Gruppe vom Grad 2 (dh SO (4,2) x SU (2)).

Das ergibt ein Layout wie folgt:



Kiblers Ansatz ähnelt der Art und Weise, wie Teilchenphysiker Teilchen nach ihren Symmetrieeigenschaften wie Geschmack und Farbe klassifizieren. Das war enorm nützlich, um die Existenz neuer Teilchen vorherzusagen. Kann die Kraft dieses gruppentheoretischen Ansatzes den gleichen Einfluss auf die Chemie haben?

Das Problem für Kibler (und alle anderen, die versuchen, die Tabelle der Elemente neu zu zeichnen) besteht darin, dass wir anscheinend bereits alle stabilen Elemente gefunden und die Existenz anderer superschwerer Elemente vorhergesagt haben. Die Frage ist, ob der Ansatz von Kibler darüber hinaus eine Vorhersagekraft hat. Vielleicht, aber die Jury (und Kibler selbst) ist noch nicht da.

Referenzen:



arxiv.org/abs/0910.0273 : Eine alternative grafische Darstellung des Periodensystems der chemischen Elemente

arxiv.org/abs/quant-ph/0408104 : Über einen gruppentheoretischen Zugang zum Periodensystem der chemischen Elemente

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