FDA genehmigt Langstrecken-Starthilfe für das Herz

Herzpatienten in den USA werden behandelt. Die FDA hat genehmigt ein neuartiger Defibrillator für den täglichen Gebrauch, der direkt unter die Haut eingenäht werden kann.





Boston Scientific

Menschen mit Herzerkrankungen laufen mit Defibrillatoren im Taschenformat herum, die in ihre Brust eingenäht sind und sich isolierte Drähte in ihr Herz schlängeln. Wenn ihr Herz auf einen elektrischen Schluckauf trifft, der einen unregelmäßigen Schlag verursacht, versetzt der implantierte Defibrillator es wieder in die Spur. Wenn ihr Herz ganz zum Stillstand kommt, ist der implantierte Defibrillator in der Lage, es wachzurütteln.

Cameron Health testet seit einigen Jahren einen anderen subkutanen implantierbaren Defibrillator (S-ICD). Das Gerät verrichtet sein Geschäft aus ganzen Zentimetern Entfernung, ohne das Herz zu berühren. Dies erleichtert die Implantation in den Körper und ist bei Abnutzung sicherer zu entfernen.



Wann Technologieüberprüfung zum ersten Mal auf das Gerät stieß, führte Cameron Health eine Studie mit sechs Kiwi-Herzpatienten durch. (Boston Scientific hat Cameron Health im März dieses Jahres gekauft, und Boston Scientific wird das Gerät in den USA verkaufen.)

Experten sagten damals, dass ein S-ICD in der Brust besser geeignet sei, die elektrische Aktivität des Herzens aus der Ferne zu überwachen. Ein herkömmlicher ICD wird manchmal durch elektrisches Rauschen im Herzen verwirrt und schockt manchmal das Herz eines Patienten, wenn es perfekt funktioniert. Außerdem betteten sich die Elektroden des regulären ICDs in das Herzgewebe ein – und wenn diese abgenutzt waren, konnten sie nur durch eine Operation am offenen Herzen ersetzt werden.

Der S-ICD verzichtet komplett auf Ableitungen und versetzt das Herz aus größerer Entfernung stärker ins Herz. Das Hauptgerät wird unter dem Arm implantiert und eine angeschlossene Elektrode wird unter dem Brustkorb positioniert.



Boston Scientific hat eine Studie mit 330 Patienten in den USA durchgeführt und präsentierte die Ergebnisse dieser Studien auf der Jahrestagung der Heart Rhythm Society im Mai. Die Zulassung hat die FDA am Freitag, 28. September, erteilt. In einigen Teilen Europas und Neuseelands ist das Langstrecken-Starthilfegerät bereits im Handel.

Filmemacher kennen und lieben die Szene: Mitten in einem angespannten Gespräch auf einem Krankenhausbett bleibt unserem Helden plötzlich das Herz stehen. Ein Alarm heult, eine effiziente Armee von Krankenschwestern stürzt herein. Und es ist der Defibrillator auf einem Tablett, mit Paddeln, geschickt zwischen den Schreien von Aufladen auf 220! und klar! das bringt unseren Helden zurück in diese Welt.

Es stellt sich heraus, dass Defibrillationen im wirklichen Leben nicht unbedingt dramatisch, aber oft viel cooler sind.



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