Es häufen sich die Beweise dafür, dass Facebook zu Gewalt aufrufen kann

Kategorie: Silicon Valley Gesendet 21. August

Die stärkere Nutzung des weltweit dominierenden sozialen Netzwerks wurde nun stark mit mehr Angriffen auf Flüchtlinge in Deutschland in Verbindung gebracht.





Mehr Einsatz, mehr Gewalt: Insbesondere in Städten, in denen die Facebook-Nutzung pro Person um eine Standardabweichung über dem nationalen Durchschnitt anstieg, nahmen die Angriffe auf Flüchtlinge um etwa 50 Prozent zu New York Times berichtete heute unter Berufung auf eine Studie der University of Warwick.

Forscher dort durchgeführt a Detaillierte Analyse von mehr als 3.000 Vorfällen in Deutschland über einen Zeitraum von zwei Jahren. Entscheidend ist, dass die Verbindung unabhängig von der Größe der Stadt, den politischen Neigungen oder dem wirtschaftlichen Status zutraf – und nicht mit allgemeinen Mustern der Internetnutzung korrelierte. Diese Ergebnisse untermauern die Argumentation, dass insbesondere die Nutzung von Facebook ein treibender Mechanismus für größere Gewalt sein kann.

Größere Kontrolle: Das sind weitere schlechte Nachrichten für das umkämpfte soziale Netzwerk, das sich lange Zeit als wohlwollendes Unternehmen dargestellt hat, das von der Mission angetrieben wird, die Welt näher zusammenzubringen. Forscher fanden jedoch kürzlich heraus, dass koordinierte Hassreden und Propaganda auf der Website dazu beigetragen haben, die Gewalt in Myanmar zu schüren. Und letztes Jahr Facebook selbst schließlich anerkannt dass russische Agenten in einer massiven Kampagne zur Vertiefung der Spaltungen in den Vereinigten Staaten vor und nach den Präsidentschaftswahlen 2016 Zehntausende aufrührerische Posts veröffentlicht hatten, die mehrere zehn Millionen Menschen erreichten.



Gleichgesinnte Blasen: Forscher sagten dem Mal dass der Algorithmus von Facebook dazu neigt, Benutzer in gleichgesinnte Blasen zu leiten, in denen sie von moderierenden Einflüssen isoliert sind, was sie glauben lässt, dass die Unterstützung für Gewalt weiter verbreitet und akzeptiert wird, als dies tatsächlich der Fall ist. Facebook, das sich weigerte, sich direkt zu der Studie zu äußern, hat die Schwere der Herausforderungen, mit denen es konfrontiert ist, nur langsam anerkannt. Und es kämpft weiterhin damit, welche Schritte es unternehmen kann oder sollte, um die weite Verbreitung von Hassreden und Fehlinformationen auf der Website zu verhindern.

Update: Nachdem die Times diese Geschichte veröffentlicht hatte, hoben Kritiker mehrere potenzielle Probleme mit der Methodik der Studie hervor, darunter die Unfähigkeit der Forscher, die Facebook-Nutzung direkt zu messen oder Daten in Echtzeit zu verfolgen, wie der Newsletter The Interface berichtet erklärt ausführlicher. Die Studie wurde auch keinem Peer-Review unterzogen, und die oben erwähnte Zahl von 50 Prozent wurde anschließend auf 35 Prozent nach unten korrigiert.