211service.com
IBM hat ein neues Labor zur Herstellung von Arzneimitteln vollständig in der Cloud aufgebaut
IBM-Forschung
Die Nachrichten: IBM hat gebaut ein neues Chemielabor namens RoboRXN in der Cloud. Es kombiniert KI-Modelle, eine Cloud-Computing-Plattform und Roboter, um Wissenschaftler bei der Entwicklung und Synthese neuer Moleküle zu unterstützen, während sie von zu Hause aus arbeiten.
Wie es funktioniert: Die Online-Laborplattform ermöglicht es Wissenschaftlern, sich über einen Webbrowser anzumelden. Auf einer leeren Leinwand zeichnen sie die Skelettstruktur der molekularen Verbindungen, die sie herstellen möchten, und die Plattform verwendet maschinelles Lernen, um die erforderlichen Zutaten und die Reihenfolge, in der sie gemischt werden sollten, vorherzusagen. Anschließend sendet es die Anweisungen zur Ausführung an einen Roboter in einem entfernten Labor. Sobald das Experiment abgeschlossen ist, sendet die Plattform einen Bericht mit den Ergebnissen an die Wissenschaftler.

Auf der Online-Plattform können Wissenschaftler die Skelettstruktur der molekularen Verbindungen zeichnen, die sie herstellen möchten.
IBM FORSCHUNG
Warum es wichtig ist: Neue Medikamente und Materialien erfordern traditionell durchschnittlich 10 Jahre und 10 Millionen US-Dollar, um sie zu entdecken und auf den Markt zu bringen. Ein Großteil dieser Zeit wird durch die mühsame Wiederholung von Experimenten beansprucht, um neue Verbindungen zu synthetisieren und aus Versuch und Irrtum zu lernen. IBM hofft, dass eine Plattform wie RoboRXN diesen Prozess dramatisch beschleunigen könnte, indem sie die Rezepturen für Verbindungen vorhersagt und Experimente automatisiert. Theoretisch würde dies die Kosten der Arzneimittelentwicklung senken und es Wissenschaftlern ermöglichen, schneller auf Gesundheitskrisen wie die aktuelle Pandemie zu reagieren, bei der die Anforderungen der sozialen Distanzierung zu einer Verlangsamung der Laborarbeit geführt haben.
Nicht alleine: IBM ist nicht der einzige, der hofft, mithilfe von KI und Robotik die chemische Synthese zu beschleunigen. Eine Reihe von akademischen Labors und Start-ups arbeiten ebenfalls auf das gleiche Ziel hin. Aber das Konzept, Benutzern zu ermöglichen, Moleküle aus der Ferne einzureichen und eine Analyse des synthetisierten Moleküls zu erhalten, ist eine wertvolle Ergänzung der IBM-Plattform, sagt Jill Becker, CEO eines Startups. Kebotix : Mit RoboRXN unternimmt IBM einen wichtigen Schritt, um die Erkennung zu beschleunigen.