Tina P. Srivastava ’09, SM ’12, PhD ’15

Tina Srivastava kennt sich mit Flugzeugen aus. Sie fliegt sie, sie ist aus ihnen gesprungen, und in ihrem letzten Jahr, in dem sie Luft- und Raumfahrttechnik studiert, hat sie Satellitenausrüstung in Mikrogravitation bei einem Parabelflug über dem Golf von Mexiko getestet. Sie hat sich noch höhere Ziele gesetzt und will Astronautin werden. Aber vorerst konzentriert sie sich auf das entstehende Internet der Dinge.





Srivastava ist der Chefarchitekt bei Gigavation, einem Stealth-Mode-Unternehmen, das von MIT- und Harvard-Alumni mitbegründet wurde und darauf abzielt, das wachsende Netzwerk physischer Objekte – wie Autos und Häuser – mit intelligenten Fähigkeiten zu sichern. Nehmen Sie zum Beispiel Autos. Viele Studien zeigen, dass es einen dramatischen Vorteil für die Sicherheit der Passagiere gibt, wenn Autos sich gegenseitig vor bevorstehenden Gefahren warnen könnten, erklärt Srivastava. Das Problem, sagt sie, ist die Sicherheit: Sie wollen nicht, dass sich jemand in Ihre Bremsen oder Ihre Airbags hackt. Die Technologie von Gigavation zielt unter anderem darauf ab, Automobil-, Medizin- und Verteidigungsnetzwerke zu schützen. Es ist der MIT-Traum – an einer Technologie zu arbeiten, die die Welt verändern kann, sagt sie.

Als Studentin war Srivastava vier Jahre lang im Klassenrat tätig, und als dessen soziale Vorsitzende plante sie einen Fallschirmsprung-Ausflug. Sie leitete ein 40-köpfiges Team durch den Prozess des Entwerfens, Bauens und Testens eines erdnahen Satelliten, ein Schlusssteinprojekt, das sie auf diesem Parabelflug landete – und ihr den Lockheed Martin Prize for Excellence in Systems Engineering einbrachte.

Srivastava kam zu Raytheon und blieb dort sechs Jahre lang, bis er schließlich Chefingenieur eines 40-Millionen-Dollar-Radarprogramms wurde. Eines der Dinge, die mir dabei geholfen haben, zu erkennen, wie wichtig es ist, die Dinge aus einer Systemperspektive zu betrachten – zu erkennen, wie komplex und vernetzt Technologie ist, sagt sie. Diese Erkenntnisse spornten sie an, einen Master-Abschluss im Programm System Design and Management (SDM) und einen PhD in Strategie, Innovation und Engineering in Aero-Astro-, Management- und Engineering-Systemen zu erwerben. Sie studierte die Innovationsdynamik und erforschte, wie Unternehmen und Regierungsbehörden funktionieren. Aufgrund der Feinheiten der Finanzierung und des rechtlichen und regulatorischen Rahmens seien nicht immer die besten Technologien erfolgreich.



2014 verlieh ihr die Systems Engineering Society INCOSE den David Wright Leadership Award, der eine Finanzierung und eine zweijährige Charta zum Schmieden strategischer Allianzen in diesem Bereich umfasst.

Srivastava meldet sich freiwillig als Mentor des FIRST Robotics-Teams. Als aktives Mitglied des MIT Flying Club fliegt sie eine Cessna 172. Astronautin will sie aber trotzdem werden, sagt sie: Ich bewerbe mich jedes Mal, wenn sie die Ausschreibung öffnen.

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