Alternative zur Verbrennung

Die Verbrennung zerstört die gefährlichsten Bestandteile medizinischer und anderer gefährlicher Abfälle, aber selbst die heißesten Öfen produzieren immer noch Stickoxide, Dioxine und giftige Asche. Nach jahrelangen Bemühungen der Industrie, eine vielseitige thermische Alternative ohne Verbrennung zu entwickeln – eine, die so heiß ist, dass Abfälle in weniger schädliche oder sogar nützliche Gase und glasartige Feststoffe umgewandelt werden – erweist sich ein duales Heizsystem als kommerziell machbar.





Das System wurde von Integrated Environmental Technologies aus Richland, WA entwickelt, das Technologien vermarktet, die teilweise am MIT entwickelt wurden, und hat kürzlich einen wichtigen Meilenstein erreicht. Der Industriegasriese Praxair beschloss im vergangenen Herbst, die Technologie an die chemische Industrie zu vermarkten, um giftige Abfälle zu zerstören und dabei Wasserstoff zu erzeugen. Es eliminiert effektiv den Transport und die Entsorgung von gefährlichen Abfällen außerhalb des Standorts, normalerweise durch Verbrennung, sagt Gary Storms, kommerzieller Entwicklungsmanager bei Praxair in Danbury, CT.

10 neue Technologien, die Ihre Welt verändern werden

Diese Geschichte war Teil unserer Februar-Ausgabe 2004

  • Siehe den Rest der Ausgabe
  • Abonnieren

Das System kombiniert zwei streng kontrollierte Heizmethoden in einem Kessel. Bei der ersten strömt Plasma, das von zwei oder mehr Graphitelektroden erzeugt wird, durch einen Strom ankommenden Abfalls; im zweiten wird der Abfall durch elektrische Widerstandsheizung geschmolzen. Der kombinierte Effekt treibt die Temperaturen auf 10.000 C und erzeugt eine lavaähnliche Suppe, die Gase wie Wasserstoff und Kohlenmonoxid freisetzt und schließlich in Stücke abkühlt. Jeffrey Surma, Präsident und CEO von Integrated Environmental Technologies, sagt, dass der Ansatz die Möglichkeit bietet, genau abzustimmen, wohin die zugeführte Energie gehen soll, und hilft dem System, für unterschiedliche Abfallgemische zu arbeiten. Nick Soelberg, Chemieingenieur am Idaho National Engineering and Environmental Laboratory, nennt es eine vernünftige Alternative zur Verbrennung. Andere Unternehmen, darunter Startech Environmental aus Wilton, CT, vermarkten ebenfalls Plasmasysteme; vielleicht wird die Ära der Verbrennung irgendwann ausbrennen.



verbergen