Arlie Petters, PhD ’91

Arlie Petters, Professorin für reine Mathematik, Physik und Betriebswirtschaftslehre an der Duke University, ist ein Mann mit vielen Dimensionen. Weltberühmt für seine Arbeit im Bereich der Gravitationslinsen, die erklärt, wie sich Licht über große Entfernungen biegt, wendet Petters diese Theorie nun an einer neuen astrophysikalischen Grenze an: Er versucht zu beweisen, dass das Universum eine vierte räumliche Dimension hat.





Mit neu verfügbaren Daten suchen Petters und der Astronom Charles Keeton von der Rutgers University nach Hinweisen auf winzige Schwarze Löcher im Sonnensystem. Das Auffinden dieser Schwarzen Löcher würde eine neuere kosmologische Theorie unterstützen, die sich das sichtbare Universum als eine Membran vorstellt, die in einem größeren, höherdimensionalen Universum treibt. Petters und Keeton vermuten, dass Schwarze Löcher in der Brane-Welt dazu führen würden, dass sich vorbeiziehende Gammastrahlen auf eine bestimmte Weise biegen.

Was wir in Physik nicht wissen MIT

Diese Geschichte war Teil unserer Januar-Ausgabe 2009

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Der Nachweis der Brane-World-Theorie ist eine große Herausforderung, aber Petters ist daran gewöhnt. 1979 wanderte er von Belize in die USA aus, wo er bei Verwandten einzog. Kurz nach seiner Ankunft, während er Mathematik und Physik am Hunter College in New York studierte, zwangen ihn familiäre Spannungen, eine neue Bleibe zu finden. Ich war 18 Jahre alt und mittellos, erinnert er sich. Ich musste einen Weg finden, in den USA zu bleiben oder meine Ausbildung aufzugeben und nach Belize zurückzukehren. Mit Hilfe eines Professors ergatterte Petters ein Vollstipendium und absolvierte 1986 ein beschleunigtes Bachelor- und Masterstudium.



Ich habe das Hunter College als Star verlassen, sagt Petters. Er lacht. Dann kam ich zum MIT. MIT hat mich auf neue Ebenen gebracht. Ich sah dort intellektuelle Intensität ersten Ranges. Nach seiner Promotion lehrte er am MIT und in Princeton, bevor Duke ihn 1998 rekrutierte.

2005 gründete er das Petters Research Institute in Belize, um jungen Menschen beizubringen, technisches Know-how zu nutzen, um Unternehmen zu gründen und ihren Lebensstandard zu erhöhen. Am Institut (pribelize.org) lernen Kinder ab 10 Jahren, wie man funktionierende Computer zusammenbaut. Ältere Schüler vertiefen sich in Mathematik auf höherem Niveau, um Finanzen, Hurrikane, Tumorwachstumsraten, Bautechnik und mehr zu verstehen.

Petters hat zahlreiche akademische und humanitäre Ehrungen sowie einen Ritterorden von Königin Elizabeth erhalten. Im Jahr 2006 wurde sein Porträt in die Portrait Gallery of Distinguished African-American Scientists der U.S. National Academy of Sciences aufgenommen. Er ist auch der erste Afroamerikaner, der an der Fakultät für Mathematik von Duke angestellt ist.



In seiner Freizeit schaut Petters gerne Filme – von Independent-Filmen bis hin zu Disney-Cartoons. Er und seine Frau Marcia, eine Compliance- und Risikomanagerin bei Blue Cross Blue Shield, leben in North Carolina und Belize.

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