Baidu

Name: Baidu





Beherrscht etwa zwei Drittel des boomenden chinesischen Suchmarktes und hält Google mit einer Reihe von auf lokale Nutzer abgestimmten Diensten erfolgreich zurück. Ob es weltweit wettbewerbsfähig ist, ist ungewiss.

Aktiensymbol: ANFANG
URL: www.baidu.com
Ort: Peking
Telefon: +86 (10) 5992 8888
Gründungsjahr: 2000
Anzahl der Angestellten: 6387 (Stand 31. Dezember 2008)

Geschäftsführung:



Vorsitzender und CEO: Robin Li

War: Bachelor in Informationsmanagement der Peking University, Master in Informatik der State University of New York, Buffalo. Vor seiner Tätigkeit bei Baidu war Li Personal Engineer bei Infoseek, einer Internetsuchmaschine, und davor Senior Consultant bei IDD Information Services.

CTO: Yinan Li



War: Master und Bachelor in Optiktechnik von der Huazhong University of Science and Technology. Li arbeitete als CEO von Harbour Networks und dann vor Baidu als leitender Telekommunikationswissenschaftler von Huawei Technologies.

Vorstandsmitglieder und Berater:

William Decker



James Ding

Nobuyuki-Idee

Robin Li



Greg Penner

F&E:

Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung (GJ 2008): 42,0 Millionen US-Dollar

F&E in Prozent vom Umsatz: 9,0 Prozent

Anteil der in F&E tätigen Mitarbeiter: nicht enthüllt

Technologie:

Die Schlüsseltechnologien von Baidu sind die Websuch- und Werbetechnologie sowie eine E-Commerce-Plattform. Baidu verwendet verteilte Software und Hochleistungs-Parallel-Computing-Technologien, um diese Dienste mit kostengünstigen Computerclustern auf einem Linux-Betriebssystem bereitzustellen.

Das Werbesystem von Baidu gleicht die Anzeigen der Kunden mit relevanten Zielgruppen ab, basierend auf der bisherigen Sucherfahrung der Nutzer und dem Inhalt einzelner Webseiten. Im November 2008 kündigte Baidu die Entwicklung von Phoenix Nest an, einem neuen Keyword-Auktionssystem, das Kunden mehr Keyword-Optionen zum Bieten, mehr Tools für das Budgetmanagement und mehr Daten für die effektive Messung des ROI bietet. Laut neuestem Quartalsbericht nutzen bereits 70 % aller Kunden Phoenix Nest.

Im Dezember 2008 kündigte Baidu Project Aladdin an, ein fortlaufendes Forschungs- und Entwicklungsprojekt, das darauf abzielt, Teile des Internets aufzudecken, die mit der vorhandenen Suchmaschinentechnologie möglicherweise nicht indiziert werden können.

Markt:

Die Internetsuchbranche in China entwickelt sich schnell und ist hart umkämpft. Die Hauptkonkurrenten von Baidu sind in den USA ansässige Internetsuchanbieter, die Internetsuchdienste in chinesischer Sprache anbieten (z. B. Google China, Yahoo! China) und chinesische Internetunternehmen (Sina, Sohu, Netease, Tencent).

Baidu konkurriert sowohl um Nutzer als auch Kunden auf der Grundlage des Nutzerverkehrs, der Qualität und Quantität der Suchergebnisse, der Verfügbarkeit und Benutzerfreundlichkeit unserer Produkte und Dienstleistungen, der Anzahl der Kunden, der Vertriebskanäle und der Anzahl der zugehörigen Websites Dritter. Baidu sieht sich auch der Konkurrenz durch traditionelle Werbemedien wie Zeitungen und Fernsehen ausgesetzt.

Der neue Instant Messenger Baidu Hi und die C2C-Dienste (Baidu Youa) stehen im Wettbewerb mit den führenden Anbietern dieser Dienste in China (QQ von Tencent, MSN Messenger und Taobao von Ailbaba, Paipai von Tencent bzw. EachNet).

Strategie:

Baidus Strategie ist zweigeteilt: weiterhin eine führende Position auf dem chinesischen Markt behaupten und seine Aktivitäten in neue Märkte ausdehnen.

Baidus Hauptziel ist es, eine führende Position auf dem chinesischsprachigen Internetsuchmarkt zu behaupten, indem neue und innovative Produkte angeboten werden, um eine größere Benutzerbasis zu gewinnen und zu halten, zusätzliche Kunden zu gewinnen und die Ausgaben pro Kunde zu erhöhen. und ihre Markenbekanntheit weiter steigern. Baidu ist außerdem bestrebt, seine Technologie kontinuierlich zu aktualisieren, um einen erhöhten Datenverkehr und erweiterte Dienste zur Aufrechterhaltung der Kundenbindung zu unterstützen. Darüber hinaus versucht Baidu, in neue Märkte zu expandieren, z.B. 2008 startete das Unternehmen seine ersten Auslandsaktivitäten in Japan, kämpft jedoch darum, Yahoo und Google Marktanteile abzunehmen, die den Großteil des japanischen Suchmarktes erobert haben.

Herausforderungen und nächste Schritte:

Baidu sieht sich einem erheblichen Wettbewerb, dem Druck, neue Produkte und Dienstleistungen anzubieten und in neue Märkte zu expandieren, sowie Klagen wegen Verletzung des geistigen Eigentums ausgesetzt.

In den USA ansässige Internetsuchanbieter wie Google und Yahoo! haben eine starke globale Präsenz, etablierte Markennamen, mehr Nutzer und Kunden und größere finanzielle Ressourcen als Baidu. Die chinesischen Wettbewerber von Baidu haben in China weithin anerkannte Markennamen und einige verfügen über größere finanzielle Ressourcen als Baidu.

Um seinen Marktanteil zu halten, muss Baidu weiterhin innovativ sein. Laut aktuellem Jahresbericht hat das Unternehmen den Bedarf erkannt und scheint sich zu hohen F&E-Ausgaben verpflichtet zu haben.

Im Hinblick auf die Expansion in neue Märkte, wie beispielsweise Japan, sucht Baidu nach neuen Wegen, den etablierten Unternehmen Marktanteile abzunehmen. So hat das Unternehmen beispielsweise im September die Einführung seiner Beta-Version eines drahtlosen Suchdienstes in Japan angekündigt, mit dem es seine Reichweite vergrößern will.

In China bestehen nach wie vor Unsicherheiten in Bezug auf die Haftung von Internetsuchanbietern, die Links zu Inhalten Dritter bereitstellen, die die Urheberrechte anderer verletzen, was Baidu teuren Rechtsstreitigkeiten aussetzen könnte.

Zusammengestellt von René Reinsberg

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