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Balken in Spiralgalaxien können im laufenden Zyklus verschwinden und sich reformieren
Die Art und Weise, wie Galaxien entstehen und sich entwickeln, ist für Astronomen weitgehend ein Rätsel. Ein besonderer Fokus vieler Kopfkratzer ist der Balken, der in vielen Spiralgalaxien auftaucht. Wie entsteht diese und warum nur in einigen Spiralgalaxien?
Eine Sache, die Astronomen sehr genau untersucht haben, ist die Farbe von Galaxien. 1936 schlug Edwin Hubble vor, dass sich Galaxien von elliptischen zu spiralförmigen Galaxien entwickeln könnten. Astronomen haben inzwischen herausgefunden, dass Galaxien weiter unten in dieser Sequenz tendenziell blauer sind.
Aber Astronomen denken auch, dass die Balken im Zentrum von Galaxien auch die Farbe beeinflussen müssen, da sich Sterne in dem Gas bilden sollten, das diese Balken in der Galaxie umverteilen, was wiederum die Farbe der Galaxie beeinflusst.
Eine vernünftige Frage ist also: Was ist der Farbunterschied zwischen Spiralgalaxien im selben Hubble-Stadium, die Balken haben und keine haben?
Heute sagt Sidney van den Bergh vom Herzberg Institute of Astrophysics in Australien, dass sich niemand die Mühe gemacht hat, diese Frage zu stellen, so seltsam sie auch erscheinen mag. Also macht er sich daran, es selbst zu tun.
Er untersuchte 532 Balken- und Spiralgalaxien aus einer Datenbank namens Ein überarbeiteter Shapley-Ames-Katalog heller Galaxien 1981 veröffentlicht.
Seine Ergebnisse zeigen, dass normale und Balkengalaxien nicht unterscheidbare Farbverteilungen aufweisen. Spiralgalaxien im selben Hubble-Stadium haben also dieselbe Farbe, unabhängig davon, ob sie Balken haben oder nicht. Tatsächlich sei ihre Farbe auch unabhängig davon, ob sie andere ringartige Merkmale aufweisen, sagt van den Bergh.
Das führt ihn zu einem überraschenden Schluss. Vielleicht deutet die scheinbare Unabhängigkeit der intrinsischen Farben von Spiralen vom Vorhandensein (oder Fehlen) von Balken auf die Möglichkeit hin, dass es sich bei einigen Balken um ephemere Strukturen handeln könnte, sagt er und weist darauf hin, dass es für einen Balken leicht sein kann, sich nach dem Erscheinen zu reformieren verblasst.
Das Bild, das er verfolgt, ist also, dass sich in einigen Spiralgalaxien Balken in einem Zyklus bilden, zerfallen und neu bilden. Das bedeutet, dass viele der Galaxien, die jetzt keinen Balken haben, in der jüngeren Vergangenheit einen hatten und in naher Zukunft wieder einen haben werden. Dazu gehört auch unsere eigene Galaxie.
Das ist eine interessante Idee, die aber schwer zu überprüfen sein wird. Die Form und Entwicklung von Galaxien zu simulieren ist wegen der komplexen chemischen, magnetischen und gravitativen Wechselwirkungen bekanntermaßen schwierig.
Das heißt nicht, dass es keinen Versuch wert ist. Wenn Sie ein wenig Rechenleistung übrig haben, probieren Sie es doch einfach mal aus.
Ref: arxiv.org/abs/1104.0698 : Wie unterschiedlich sind normale und Balkenspiralen?
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