Das CAPTCHA-Wettrüsten

Spammer verwenden automatisierte Programme, sogenannte Bots, um Online-Daten zu sammeln. Im Jahr 2000 entwickelte eine Gruppe von Forschern ein Bot-Abschreckungsmittel namens Captcha – den vollständig automatisierten öffentlichen Turing-Test, um Computer und Menschen voneinander zu unterscheiden. Bei den ersten Captchas mussten die Benutzer Wörter eingeben, die als Bilder auf einer Webseite angezeigt wurden, um auf eine Website zuzugreifen.





Mutationen: Captchas enthielten zunächst bekannte Wörter und Schriftarten, entwickelten sich jedoch bald zu Kauderwelsch mit verzerrtem Hintergrund. Dann begannen sich die Worte selbst zu verziehen und wichen in einigen Fällen Bildern.

Aber da Bots intelligenter und Captchas komplizierter geworden sind, sind zwei Probleme aufgetreten. Der erste ist, dass die Captchas auch für Menschen schwer zu lösen sein können. Die zweite ist, dass Spammer einfach Netzwerke von Menschen angeworben haben, um Captchas anzugreifen.

Die 10 aufstrebenden Technologien des Jahres 2009

Diese Geschichte war Teil unserer März-Ausgabe 2009



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Forscher gehen beide Probleme an. Jon Bentley von Avaya Labs und Henry Baird, Professor an der Lehigh University, haben beispielsweise implizite Captchas vorgeschlagen, die eine Reihe kleiner Tests als Teil der natürlichen Erfahrung beim Surfen auf einer Website darstellen. Um von einer Seite zur nächsten zu wechseln, muss der Benutzer möglicherweise auf ein bestimmtes Objekt in einem Bild klicken. Obwohl relativ einfach, wären die Tests zahlreich genug, um festzustellen, dass es sich wahrscheinlich um einen Menschen an der Tastatur handelt. Das Navigieren auf einer Site würde jedoch so viel menschliche Aufmerksamkeit erfordern, dass es für Spammer nicht kosteneffizient wäre, Netzwerke von Captcha-Unterbrechern zu mieten.

Bis sich solche neuen Techniken jedoch in der realen Welt bewähren, glaubt Luis von Ahn, ein Carnegie Mellon-Professor, der bei der Entwicklung von Captchas mitgewirkt hat, denkt, dass Websurfer keine andere Wahl haben, als sich auch durch schwierige zu quälen. Wenn man sie los würde, würde die Hölle losbrechen, sagt er.

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