Google-Mitarbeiter veranstalten weltweit Streiks gegen die Behandlung von Frauen durch das Unternehmen

Kategorie: Silicon Valley Gesendet 01.11

Mitarbeiter von Google in über 20 Büros auf der ganzen Welt gehen heute hinaus, um gegen die Behandlung von Frauen durch das Unternehmen zu protestieren.





Erzwungene Schlichtung: Die Wut darüber, wie Vorwürfe wegen sexuellen Fehlverhaltens beim Technologieriesen gehandhabt werden, ist übergekocht. Besonders unzufrieden sind die Mitarbeiter mit dem Einsatz der Zwangsschlichtung, wodurch die Opfer auf ihr Klagerecht verzichten.

Warum jetzt? In den letzten Tagen ist eine Reihe skandalöser Fälle von sexuellem Fehlverhalten in der Presse aufgetaucht. Andy Rubin, der das Android-Betriebssystem entwickelt hat, erhielt 90 Millionen US-Dollar, als er die Firma 2014 verließ, trotz einer glaubwürdigen Anschuldigung wegen sexuellen Fehlverhaltens. Am Dienstag trat eine weitere Führungskraft, Richard DeVaul, zurück. Er soll einer Frau, die er einstellen wollte, unerwünschte Avancen gemacht haben.

Die fünf Forderungen:



· Ein Ende der erzwungenen Schlichtung in Belästigungs- und Diskriminierungsfällen.

· Eine Verpflichtung, Lohn- und Chancenungerechtigkeit zu beenden.

· Ein öffentlich zugänglicher Transparenzbericht über sexuelle Belästigung.



· Ein klarer, einheitlicher, weltweit integrativer Prozess, um sexuelles Fehlverhalten sicher und anonym zu melden.

· Eine Verpflichtung, den Chief Diversity Officer zu ernennen, damit er dem CEO Rechenschaft ablegt und Empfehlungen an den Vorstand ausspricht, und einen Arbeitnehmervertreter in den Vorstand zu ernennen.

Die Antwort des CEO: Sundar Pichai hat gesagt, er unterstütze das Recht der Mitarbeiter, Maßnahmen zu ergreifen. Ich verstehe die Wut und Enttäuschung, die viele von Ihnen empfinden, schrieb er in einer E-Mail an die Mitarbeiter und fügte hinzu, dass er sich voll und ganz dafür einsetzt, in dieser Angelegenheit Fortschritte zu erzielen. Google habe in den letzten zwei Jahren 48 weitere Mitarbeiter wegen sexueller Belästigung entlassen, sagte er.