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Hybrid-Solarzelle erreicht hohe Effizienz
Das Startup Silevo hat mit der Produktion seiner effizienten Solarzellen mit kommerziellen Geräten begonnen, ein wichtiger Schritt zur Kommerzialisierung eines neuartigen Solarzellentyps im großen Maßstab.

Die Solarzellen von Silevo verwenden eine einzige Kupfer- statt Silberverdrahtung, um Strom zu übertragen, um die Materialkosten zu senken. Kredit: Silevo.
Das in Fremont, Kalifornien, ansässige Unternehmen gab heute bekannt, dass seine Fabrik in Hangzhou, China, nächsten Monat mit einer Leistung von 32 Megawatt pro Jahr produzieren wird. Nachdem Silevo in dieser Größenordnung produziert hat, beabsichtigt Silevo nun, Private Equity zu beschaffen, um im nächsten Jahr eine 230-Megawatt-Fabrik zu bauen, sagt Chris Beitel, Silevos Vizepräsident für Marketing und Geschäftsentwicklung.
Das Unternehmen, das in derselben Stadt tätig ist, in der das gescheiterte Solarunternehmen Solyndra ansässig war, bleibt ein Überlebender in der sehr schwierigen Solarbranche, in der selbst hoch entwickelte und kapitalstarke Hersteller finanziell zu kämpfen haben. (Siehe, Einmal mächtige Suntech kämpft ums Überleben und Die Hundetage von Solar).
Silevo war in der Lage, Zellen herzustellen, die 21 Prozent des Sonnenlichts in elektrische Energie umwandeln, was am oberen Ende der kommerziellen Solarmodule auf dem Markt liegt. Wir konnten erfolgreich von der Forschungs- und Entwicklungsproduktion (in Kalifornien) zu produktionsbasierten Geräten mit hohem Durchsatz wechseln, sagt Beitel.
Das Unternehmen bezeichnet seine Triex-Solarzelle als Hybrid, da sie verschiedene Techniken verwendet, um Preis und Leistung zu verbessern. Ein monokristalliner Solarwafer bildet das Substrat und fügen dann maschinell eine Dünnfilm-Tunneloxidschicht hinzu, die zu einer besseren Umwandlungseffizienz bei hoher Hitze führt als herkömmliche Siliziumzellen. Eine weitere Schicht aus amorphem Silizium ermöglicht eine höhere Spannung, um die Stromerzeugung zu verbessern. Und um die Kosten zu senken, verwendet jede Zelle Kupfer- statt Silberkabel, wie es bei herkömmlichen Zellen der Fall ist.
Anstatt eigene Geräte zu entwickeln, handelt es sich bei den Maschinen zur Herstellung der Zellen und Panels von Silevo um modifizierte Geräte, die bereits in der Solar- und Flachbildschirmindustrie verwendet werden. Die Verwendung von Standardgeräten senkt das Risiko und ermöglicht eine vorhersehbarere Skalierung, sagt Beitel.
Die Produktionskosten der Pilotanlage sollen bei 98 Cent pro Watt liegen, im Bereich der großen chinesischen Solarhersteller. Silevo erwartet jedoch, dass es aufgrund der höheren Effizienz und Energieausbeute einen höheren Preis erzielen kann. Beitel sagt, dass das Unternehmen Verträge oder Absichtserklärungen mit Kunden unterzeichnet hat, die einen Auftragswert von 250 Megawatt repräsentieren.
Das Unternehmen plant, seine größere 230-Megawatt-Anlage zu bauen, die Ende 2013 in Betrieb gehen soll. Die Produktionskosten werden in dieser Größenordnung zwischen 70 Cent und 80 Cent pro Watt liegen. Beitel geht davon aus, dass der Prozess in einer großen Anlage schließlich 61 Cent pro Watt erreichen kann.
Zur Finanzierung dieser größeren Anlage erwägt das Unternehmen eine Beteiligung von Private-Equity-Gesellschaften oder eine strategische Beteiligung, beispielsweise ein Joint Venture mit einem größeren Unternehmen in der Solar-Lieferkette. Bisher hat das Unternehmen zwei Finanzierungsrunden in Höhe von insgesamt 75 Millionen US-Dollar von auf Asien ausgerichteten Risikokapitalfonds aufgebracht.
Das Unternehmen beabsichtigt, zwei Reihen von Solarmodulen herzustellen – eine für Wohndachanlagen und eine größere, 305-Watt-Platte für Versorgungsunternehmen.