KI kann Forscher warnen, wo CRISPR einen Fehler machen könnte

Kategorie: Biotechnologie Gesendet 10. Januar

Microsoft hat ein Tool für künstliche Intelligenz entwickelt das die Genauigkeit von CRISPR vorhersagt, damit Forscher falsche Bearbeitungen in der DNA vermeiden können.





Ziel verfehlt: CRISPR verwendet zwei Komponenten: ein schneidendes Protein und eine Führungs-RNA, die sie zu dem Teil eines Genoms leitet, den Sie schneiden möchten. Die Leit-RNA ist etwa 20 Buchstaben lang. Das Problem ist, dass mehrere Stellen in einem Genom dieselbe Buchstabenfolge haben können, sodass CRISPR den falschen Abschnitt ausschneiden könnte – bekannt als Off-Target-Effekt.

Warum das wichtig ist: Off-Target-Effekte sind eines der größten Sicherheitsbedenken bei CRISPR. Falsche Schnitte in einem Genom könnten beispielsweise ein krebserregendes Gen anschalten.

Wie KI hilft: Mit dem Tool von Microsoft können Forscher ein Gen anschließen, das sie modifizieren möchten, und eine Schätzung erhalten, wie schlimm potenzielle Off-Target-Effekte sein könnten. Mit dem Tool könnten Forscher herausfinden, welche Gene am schwierigsten sicher zu bearbeiten sind, und vermeiden, sie zu optimieren, sagt Nicolo Fusi von Microsoft Research.