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Mikroben könnten verwendet werden, um Metalle und Mineralien aus Weltraumgestein zu extrahieren
Eine Illustration des Asteroiden Psyche, von dem angenommen wird, dass er hauptsächlich aus Metall besteht. ASU / Peter Rubin
Eine Bakterienart kann selbst in Mikrogravitationsumgebungen erfolgreich Elemente der Seltenen Erden aus Gesteinen herausziehen, wie eine Studie auf der Internationalen Raumstation ergab. Die neuen Erkenntnisse, heute in Nature Communications veröffentlicht schlagen einen neuen Weg vor, wie wir eines Tages Mikroben nutzen könnten, um wertvolle Metalle und Mineralien außerhalb der Erde abzubauen.
Warum Bakterien: Einzeller haben sich im Laufe der Zeit auf der Erde entwickelt, um Nährstoffe und andere essentielle Verbindungen durch spezielle chemische Reaktionen aus Gestein zu extrahieren. Diese bakteriellen Prozesse werden genutzt, um etwa 20 % des weltweiten Kupfers und Goldes für den menschlichen Gebrauch zu extrahieren. Die Wissenschaftler wollten wissen, ob sie auch in der Mikrogravitation arbeiten.
Die Ergebnisse: BioRock war eine Serie von 36 Experimenten, die auf der Raumstation stattfanden. Ein internationales Team von Wissenschaftlern baute sogenannte Biomining-Reaktoren – winzige Behälter in der Größe von Streichholzschachteln, die kleine Scheiben Basaltgestein (Eruptivgestein, das normalerweise auf oder nahe der Erdoberfläche zu finden ist und auf dem Mond und dem Mars ziemlich häufig vorkommt) untergetaucht enthalten in einer Bakterienlösung.
Oben auf der ISS wurden diese Bakterien verschiedenen Gravitationssimulationen (Mikrogravitation, Marsgravitation und Erdgravitation) ausgesetzt, während sie etwa drei Wochen lang auf den Felsen kauten, während die Forscher die bei dieser Aktivität freigesetzten Seltenerdelemente maßen. Von den drei untersuchten Bakterienarten ist eine— Sphingomonas desiccabilis – war in der Lage, Elemente wie Neodym, Cer und Lanthan in Umgebungen mit geringerer Schwerkraft ungefähr so effektiv zu extrahieren wie auf der Erde.
Na und: Mikroben werden die Standard-Mining-Technologie nicht ersetzen, wenn wir jemals im Weltraum nach Ressourcen suchen, aber sie könnten die Dinge definitiv beschleunigen. Das Team hinter BioRock schlägt vor, dass Mikroben dazu beitragen könnten, den Abbau auf außerirdischen Körpern um bis zu 400 % zu beschleunigen und dabei helfen, Metallpulver und wertvolle Mineralien von anderen nützlichen Elementen wie Sauerstoff zu trennen. Die Tatsache, dass sie scheinbar der Mikrogravitation standhalten können, deutet darauf hin, dass diese Mikroben eine potenziell billige Möglichkeit sein könnten, Ressourcen zu extrahieren, um das Leben im Weltraum nachhaltiger zu gestalten – und lange Reisen und Ansiedlungen auf fernen Welten zu ermöglichen.