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Pac-Man mithilfe von Smartphones in ein straßenbasiertes Verfolgungsspiel verwandeln
Jeder, der in den 1980er Jahren aufgewachsen ist, wird Pac-Man kennen, das Arcade-Spiel, bei dem die Spieler mit einem Joystick eine kleine gelbe Figur durch ein zweidimensionales Labyrinth führen. Während er sich bewegt, muss sich der Charakter seinen Weg durch goldene Münzen fressen und dabei vermeiden, von Geistern getötet zu werden, die ebenfalls durch das Labyrinth fegen.
Die Popularität und das Gameplay von Pac-Man machen es zu einem der Kultspiele der 1980er und zu einem der einflussreichsten aller Zeiten.
Kein Wunder also, dass verschiedene Gruppen versucht haben, das Spiel für die moderne Welt neu zu erfinden. Heute verraten Thomas Chatzidimitris und seine Freunde von der Universität der Ägäis in Griechenland, wie sie das Problem angegangen sind. Diese Jungs haben eine Android-Version des Spiels entwickelt, die die Smartphone-Technologie nutzt, um Pac-Man in ein reales Verfolgungsspiel zu übersetzen.
Das Spiel mit dem Namen PacMap verwendet die GPS-Sensoren eines Smartphones, um den Standort eines Spielers auf OpenStreetMap zu bestimmen. Anschließend überlagert es ein Pac-Man-Gitter innerhalb von 200 Metern um den Spieler auf das lokale Straßennetz und verteilt überall Goldmünzen. Der Spieler muss dann durch diese Straßen rennen, um die Münzen zu sammeln, während er computergenerierten Geistern ausweicht, die auch das Labyrinth auf der Suche nach dem Spieler fegen.
Das ist eine einfache Idee, die bei der Umsetzung etwas Feingefühl erfordert. Die Geister gibt es in zwei Arten. Der erste Zug willkürlich um das Gitter herum, in der Hoffnung, den Spieler versehentlich zu fangen. Die Berechnung ihrer Routen ist mit Standardalgorithmen unkompliziert.
Die zweite Geisterart, die roten Geister, folgen dem Spieler tatsächlich. Eine Möglichkeit wäre, kommerzielle Kartendienste zu nutzen, um die kürzeste Route zum Spieler zu ermitteln und dieser dann zu folgen.
Aber wenn sich der Standort des Spielers ändert, muss der Geist (und sein Kartendienst) neu berechnen. Und das ist ein Problem, weil diese Dienste die Anzahl der Abfragen begrenzen, die ein einzelnes Telefon in einer bestimmten Zeit stellen kann.
Das Spiel berechnet also selbst die kürzeste Route, indem es die Topologie des Gitters extrahiert und dann einen Standardalgorithmus für die kürzeste Route verwendet, um die Berechnungen durchzuführen. Das Spiel berechnet die Routen des Geistes jedes Mal neu, wenn der Spieler die Richtung ändert.
Chatzidimitris und Co sagen, dass ein modernes Smartphone diese Art von Berechnungen problemlos bewältigen kann. Für einen Spielraum mit 420 Knoten sagen sie, dass ein Samsung Galaxy S4-Smartphone die Zahlen in weniger als 100 Millisekunden knacken kann.
PacMap ist kein neues Spiel. Verschiedene Websites deuten darauf hin, dass es 2011 eingeführt wurde und nicht mehr verfügbar ist.
Chatzidimitris und Co. sagen jedoch, dass die Techniken, die sie entwickelt haben, um die Einschränkungen kommerzieller Kartendienste zu umgehen, in Zukunft für jedes kartenbasierte Verfolgungsspiel verwendet werden könnten. Die Verwendung dieser Techniken ermöglicht es Programmierern und Designern, standort-/kartenbasierte Spiele mit flexiblen Szenarien zu entwickeln, die intelligente virtuelle Charaktere beinhalten, die sich dynamisch an das Bewegungsverhalten der Spieler während des Spiels anpassen, heißt es in den Proceedings of the International Conference on Pervasive Games. die im Oktober in Rom stattfand.
PacMap ist übrigens nicht der erste Versuch, Pac-Man in die reale Welt zu übersetzen. Im Jahr 2004 entwickelte ein Team in Singapur eine landgestützte Version des Spiels, bei der die Spieler Augmented-Reality-Brillen mit Rucksack-Netzteilen verwendeten, um das Spiel auf den örtlichen Straßen zu spielen. Die Spieler konnten wählen, ob sie der Pac-Man oder die Geister sein wollten, aber im Zeitalter vor dem Smartphone erforderte das Spiel eine spezielle Ortungsausrüstung und zahlreiche Helfer, um das Spiel am Laufen zu halten.
Die neue Arbeit aus Griechenland macht all dies einfacher und könnte einer neuen Generation von Smartphone-basierten Verfolgungsspielen helfen, auf den Markt zu kommen.
Ref: arxiv.org/abs/1501.02659 : PacMap: Übertragen von Pac-Man in den physischen Bereich