Privatdetektiv

An Flughäfen, Grenzübergängen und Krankenhäusern werden Iriserkennungssysteme immer häufiger eingesetzt. Aber sie neigen dazu, fest und klobig zu sein, so dass die Leute an bestimmten Stellen stehen müssen, damit wandmontierte Kameras ihre Iris scannen können. Am Institut für Automatisierung der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking, China, hat die Gruppe des Elektroingenieurs Tieniu Tan ein tragbares System entwickelt, mit dem Sicherheitspersonal Personen in der Schlange scannen könnte; es könnte auch Mobiltelefone und andere mobile Geräte mit integrierten Authentifizierungssystemen ausstatten. Der Handscanner von Tan verwendet Nahinfrarotlicht, um das Auge zu beleuchten, während eine eingebettete Kamera Bilder der Iris aufnimmt. Mithilfe von Sprachsynthesesoftware kann das Handheld dem Motiv sogar sagen, dass es sich je nach Bedarf näher oder weiter entfernen soll. Neuartige Bildverarbeitungsalgorithmen wählen das klarste Irisbild aus – eines, das scharf und frei von Wimpern ist – und analysieren seine winzigen Sommersprossen. Tests zeigen, dass das System zu mehr als 99 Prozent genau so gut ist wie die besten stationären Modelle von heute. Ein Teil der Software läuft auf einem Desktop-Computer, aber Tan entwickelt ein vollständig tragbares System über das in Peking ansässige Startup Pattek. Seine erste Anwendung: die Authentifizierung von Benutzern, die sich an Laptops, Handhelds und Geldautomaten anmelden.





verbergen