211service.com
Roboterspinnen weben Produkte aus Kunststoff in einer neuen Variante des 3-D-Drucks
Wenn Sie Angst vor Spinnen haben, dann finden Sie die Vision von Siemens für zukünftige Fertigungslinien vielleicht etwas beunruhigend.
In einem Labor in Princeton, New Jersey, testen die Forscher des Unternehmens spinnenartige Roboter, die dank tragbarer 3-D-Drucker nicht Seide, sondern Kunststoff extrudieren. Die Roboter können autonom zusammenarbeiten, um einfache Objekte zu erstellen.
Die Arbeit befindet sich noch in einem frühen Stadium, weist aber darauf hin, wohin die Fertigung dank ausgefeilterer Roboterhardware, intelligenterer Steuerungssoftware und neuen Formen der Bauteilformung durch 3D-Druck führen könnte. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Roboter-Produktionslinie, die für jedes neue Produkt sorgfältig neu konfiguriert werden muss, würde ein Team mobiler Fertigungsbots einfach das neueste Design erhalten und sich an die Arbeit machen.
Livio Dalloro, Leiter Produktdesign, Modellierung und Simulation bei Siemens, sagt, dass die Roboter (die im Gegensatz zu echten Spinnen nur sechs Beine haben) derzeit nur sehr einfache Objekte wie Würfel produzieren können, aber die Idee ist, dass sie es irgendwann tun würden klettern um ein größeres, komplexeres Objekt herum und bauen es, während sie gehen. Modularität, Flexibilität und Autonomie sind laut Dalloro die wichtigsten Trends im Shopfloor.

Livio Dalloro und Kurt Bettenhausen, Senior Vice President bei Siemens, inspizieren einen der 3D-Druckroboter.
Die Roboter sind mit 3-D-Kameras zur Kartierung ihrer Umgebung ausgestattet. Sie müssen sich jedoch mit hoher Genauigkeit lokalisieren können, um effektiv zusammenarbeiten zu können. Derzeit sind sie zu ungenau, um irgendetwas sehr Komplexes zu bauen, und sie müssen viel ausgefeilter werden, bevor die tatsächliche Herstellung möglich wird. Aber schließlich könnten mobile Roboter es Produktionslinien ermöglichen, kleine Chargen komplexer Produkte herzustellen, sagt Dalloro.
Die Roboter sind teilweise automatisiert, werden aber schließlich vollständig autonomer und lernen, mit ihrer Umgebung zu interagieren. Maschinelles Lernen werde in Zukunft immer mehr eine Rolle einnehmen, sagt Dalloro.
Jose Pachero, Co-Direktor des Masters of Engineering in Advanced Manufacturing and Design-Programm am MIT, sagt, dass fortschrittlichere Fertigungslinien, wie sie von Airbus und Tesla betrieben werden, zunehmend mobil sind. Das sei die logische Schlussfolgerung daraus, sagt er. Es klingt ziemlich cool.