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Standortdatenschutz und drahtlose Körpernetzwerke
Einer der Faktoren, der das Gesundheitswesen schnell verändert, ist die zunehmende Verfügbarkeit von drahtlosen Sensoren, die Blutdruck, Körpertemperatur, Blutsauerstoffgehalt usw. überwachen können. Diese Geräte senden ihre Messwerte zurück an einen Hub, beispielsweise ein Smartphone, der die Daten dann an einen Überwachungsdienst des Gesundheitswesens sendet.
Die Vorteile dieses Ansatzes sind vielfältig. Ein Beispiel ist die virtuelle Station, in der Patienten zu Hause überwacht und von mobilen Ärzteteams besucht werden, wenn die Daten dies erfordern. Das ist in der Regel besser für die Patienten und billiger für die Gemeinde, die dafür bezahlen muss.
Eine entscheidende Anforderung an ein solches System ist die Privatsphäre, da diese sogenannten drahtlosen Body Area Networks sehr persönliche Informationen übertragen werden. Der Schutz dieser Daten ist dank der vielen verfügbaren Datenverschlüsselungsalgorithmen relativ einfach.
Aber Mohammed Mana von der Universität Tlemcen in Algerien und ein paar Kumpels weisen darauf hin, dass es nicht nur um Datenschutz geht. Sie argumentieren, dass ein weiteres wichtiges Thema die Privatsphäre des Standorts ist. Sie sagen, dass, obwohl die Daten innerhalb eines drahtlosen Körperbereichsnetzwerks verschlüsselt sind, es immer noch möglich ist, den Standort der Personen zu verfolgen, indem einfach die eindeutigen Hardwareadressen verfolgt werden, die mit den Geräten selbst verbunden sind, die nicht verschlüsselt sind.
Ein solcher Angreifer muss nicht einmal besonders in der Nähe sein. Er könnte beispielsweise mit hochempfindlichen Antennen die Signale eines drahtlosen Body-Area-Networks aus der Ferne aufnehmen.
Mana und Co haben jedoch eine Lösung. Ihre Idee ist es, die Überwachungsgeräte innerhalb eines Body Area Networks Pseudonyme verwenden zu lassen, die sich ständig ändern und vor der Außenansicht verborgen bleiben. Obwohl also ein Lauscher in der Lage sein kann, eine temporäre Hardwareadresse abzurufen, würde sich dies schnell ändern und verhindern, dass jemand ihr folgt.
Mana und Co. sagen, dass ihr neues Protokoll leicht und energieeffizient ist, beides wichtige Faktoren für Netzwerke, die wahrscheinlich mit begrenzter Batterieleistung betrieben werden.
Telemedizin ist ein schnell wachsendes Geschäft, das derzeit in vielen Ländern der Welt getestet wird. Das Department of Veterans Affairs in den USA beispielsweise ist einer der Vorreiter. Natürlich ist der Datenschutz entscheidend für den Erfolg – sowohl für Patientendaten als auch für den Standort. Das Protokoll von Mana und Co. oder so ähnlich wird also sicherlich auch in zukünftige Systeme Einzug halten.
Ref: arxiv.org/abs/1103.3308 : Ein leichtgewichtiges Protokoll zur Bereitstellung von Standortgeheimhaltung in drahtlosen Body Area Networks
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