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Stimmungsstörungen können anhand der Art und Weise diagnostiziert werden, wie Sie mit Ihrem Telefon herumspielen
Kategorie: Künstliche Intelligenz Gesendet 05.04Ein neuronales Netzwerk kann Depressionen und Manie bei bipolaren Personen erkennen, indem es analysiert, wie sie ihr Smartphone halten und darauf tippen.
Die Nachrichten: Die Forscher gaben sowohl bipolaren als auch Kontrollpersonen ein Telefon mit einer benutzerdefinierten Tastatur, die Daten über Tastendrücke und Beschleunigungsmesserbewegungen sammelte. Sie baten die Teilnehmer auch, selbst zu berichten, wie sehr sie sich deprimiert oder manisch fühlten.
Einzelheiten: Bipolare Teilnehmer, die unter Manie oder Depression litten, hatten eine gleichmäßigere Tippzeit im Vergleich zu Kontrollpersonen, die ihre Tippgeschwindigkeit variierten. Eine Erklärung könnte sein, dass bipolare Menschen nicht so stark auf Reize reagieren, wie auf eingehende Textnachrichten. Die Beschleunigungsmesserdaten zeigten, dass Personen mit depressiven oder manischen Symptomen dazu neigten, ihr Telefon schräg zu halten.
Ergebnisse: Mit diesen Erkenntnissen trainierte der Forscher einen Algorithmus genannt DeepMood um vorherzusagen, wann ein bipolares Subjekt an einer Stimmungsstörung litt. DeepMood erreichte eine Genauigkeit von 90 Prozent bei Sitzungen, die normalerweise weniger als eine Minute dauerten.