Demo: Holographisches Fernsehen

Vor mehr als einem Vierteljahrhundert neckte George Lucas das Kinopublikum mit einer holografischen Botschaft einer Prinzessin in Not. Heute bauen der Physiker Harold Garner und ein Team von Ingenieuren in einem Gewölbe im zweiten Stock der Southwestern Medical School der University of Texas in Dallas die Technologie, die endlich bewegte 3D-Bilder ins Wohnzimmer bringen könnte. Auf die Frage, ob sein HoloTV-Projekt Bilder wie den Hilferuf von Prinzessin Leia möglich machen wird, lacht er und sagt: Wir wissen bereits, was unser allererster richtiger Film sein wird: eine Nachbildung von Leias Appell. Garner hofft, dass dieses geplante Video das erste holografische Tondokument sein wird. Sein Labor ist ein Paradies für Ingenieure – und in einer medizinischen Fakultät etwas fehl am Platz. Die von seinem Team entwickelten Technologien sind jedoch für die moderne biomedizinische Forschung von entscheidender Bedeutung und werden für die zukünftige medizinische Praxis sein. Während holographisches Fernsehen selbst von dieser Mission weit entfernt erscheinen mag, steht die medizinische Bildgebung, wie die Sonographie, ganz oben auf einer scheinbar unendlichen Liste von Anwendungen für dynamische Hologramme. Heads-up-Displays für Piloten und Soldaten, 3-D-Videospiele und Bildschirme der Flugsicherung sind einige der anderen kurzfristigen Anwendungen, die Garner sieht. Und obwohl holografisches Fernsehen noch ein Jahrzehnt der Entwicklung in Anspruch nehmen könnte, hatte Garner keine Zweifel, dass sein Tag kommen würde, als er der TR-Redakteurin Erika Jonietz zeigte, wie das System funktioniert.





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