Handys als Augenärzte

Es wird nicht lange dauern, bis die meisten Leute immer High-End-wissenschaftliche Ausrüstung in der Tasche haben, sagte Ramesh Raskar, außerordentlicher Professor am MIT Media Lab und Leiter der dortigen Camera Culture-Gruppe. Diese Geräte kommen in Form von Smartphones, und Raskar glaubt, dass diese Entwicklung alles verändern wird.





Netra ist ein kostengünstiges und einfach anzubringendes
Add-on zum Selbsttesten der Sehkraft schnell, einfach,
und genau mit einem Handy.
Bildnachweis: Andy Ryan, MIT Media Lab

Bei der Feier zum 25-jährigen Jubiläum des Media Lab skizzierte Raskar, wie er die immer ausgeklügeltere Leistung moderner mobiler Geräte nutzen möchte. Er sagte, es sei ihm klar geworden, dass die Auflösung von 300 dpi auf einem Smartphone-Bildschirm es zum Rivalen teurer, spezialisierter Geräte machte.

Eines der ersten Experimente seiner Gruppe ist der Prototyp von Netra, einem System, das Sehstörungen einer Person nur mit einem Smartphone, Software und kostengünstigen optischen Erweiterungen erkennen kann. Das System, sagte Raskar, könnte Menschen helfen, die sich keinen Zugang zu Full-Service-Optometrie leisten können oder keinen Zugang dazu bekommen.



Raskar sagte, dass die Allgegenwart von Smartphones ein wesentlicher Bestandteil dessen ist, was Netra attraktiv macht. Während andere Systeme vorgeschlagen wurden, um Optometrie bereitzustellen, wo sie derzeit nicht verfügbar ist, waren diese Systeme dadurch eingeschränkt, dass sie teure Geräte benötigten oder so komplex waren, dass sie von einem Experten verwendet werden mussten.

Ähnliche Hardware-Add-Ons könnten Smartphones in kostengünstige Sensorgeräte verwandeln, die viele medizinische und umwelttechnische Anforderungen erfüllen könnten.

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