211service.com
US-Cyberkrieger blockierten während der Midterms 2018 den Internetzugriff russischer Trolle
Kategorie: Rechnen Gesendet 26. FebAmerikanische Militärhacker haben es auf die in Sankt Petersburg ansässige Internet Research Agency (IRA) abgesehen, die dafür berüchtigt ist, gefälschte Nachrichten auszuspucken, die darauf abzielen, ausländische Umfragen zu beeinflussen.
Die Nachrichten: Gemäß ein Bericht in der Washington Post blockierte das US Cyber Command den Internetzugang der IRA am Tag der Zwischenwahlen im November 2018 und für einige Tage danach. Die Agentur, die enge Verbindungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin hat, hatte vor den US-Präsidentschaftswahlen 2016 eine aggressive Propagandakampagne durchgeführt und war eine von drei russischen Organisationen, die Anfang 2018 vom US-Sonderermittler Robert Mueller wegen Einmischung in diesen Wettbewerb angeklagt wurden.
Der Hintergrund: Im vergangenen Jahr erhielt die amerikanische Cyber-Armee ein weitreichenderes Mandat, um gegen alle Arten von Bedrohungen, denen das Land ausgesetzt ist, zurückzuschlagen. Das vorübergehende Ausschalten der IRA war das erste Beispiel für eine robustere Antwort auf Online-Propagandaoperationen in den USA, die von ausländischen Organisationen durchgeführt wurden. In einem ähnlichen Schritt, Cyber Command-Truppen versendete E-Mails und SMS an Trolle und Hacker, die für die russische Regierung arbeiten, um zu zeigen, dass sie ihre wahre Identität kannte.
Cyber-Tit-for-Tat: Das ist unwahrscheinlich Benennen und Beschämen ausländischer Trolle und Hacker wird sich sehr verändern. Auch wird keine Anklage gegen sie erhoben. Ein Cyber-Experte, Thomas Rid von der Johns Hopkins University, sagte der Post, dass die Verweigerung des Internetzugriffs der IRA ein Nadelstich sei und sie auf lange Sicht nicht abschrecken würde.
Rid hat recht, aber es sendet ein klares Signal, dass Amerika jetzt bereit ist, ausländische Propagandafabriken ins Visier zu nehmen, und dass es die Abschreckung von Einmischungen in Wahlen teilweise als militärische Verantwortung ansieht. Das eigentliche Risiko besteht darin, dass dies schließlich zu einer Eskalation der Cyber-Feindseligkeiten auf beiden Seiten führen könnte. Andere Kanäle, einschließlich diplomatischer, sollten also nicht in den Hintergrund treten.