Der Lotussphären-Handschuh

Auf der Lotusphere 2008 in Orlando, FL, beobachte ich am Montagmorgen Michael Rhodin, General Manager der Lotus-Abteilung von IBM, einen Server aus einem Umschlag herauszuziehen. Es ist eine Zusendung der Keynote von Apple-CEO Steve Jobs auf der Macworld Expo letzte Woche, wo der Apple-Guru den ultradünnen Macbook Air-Notebook-Computer enthüllte, indem er ihn aus einem Manila-Umschlag zog. Aber Rhodin macht mehr als nur einen Witz zu machen: Der Umzug verstärkt ein wichtiges Thema seiner Präsentation auf der Lotusphere-Generalsitzung, wo er das Publikum mit einer Reihe von Schnellfeuerankündigungen bombardiert hat. Rhodin hat dem Publikum eine Botschaft gesendet, dass die Big Player in der Technologie nicht auf Jobs, Bill Gates von Microsoft und Larry Page und Sergey Brin von Google beschränkt sind. IBM, das Ende 2007 von einem starken Umsatzwachstum profitierte, stellt Unternehmen wie Microsoft einige aggressive Herausforderungen.

IBM erhöht den Einsatz mit Symphony, seiner kostenlosen Desktop-Produktivitätssoftware. (Siehe IBM Symphony for the Office Worker.) Kevin Cavanaugh, IBMs VP für Messaging- und Collaboration-Software, sagte heute Morgen dem Lotusphere-Publikum, dass IBM bisher mehr als 400.000 Downloads von Symphony verschenkt habe und dass das Unternehmen beabsichtige, den Menschen zu ermöglichen, Investieren Sie in Innovation, anstatt Geld für Standardsoftware auszugeben – ein klarer Schlag gegen Microsoft. Cavanaugh betonte die Fähigkeit von Symphony, den Kauf von Office für Kunden überflüssig zu machen und ihnen zu ermöglichen, Windows-Rechner durch weniger teure Linux-Clients zu ersetzen. IBM plant nun, weiter in Microsoft-Gebiet vorzustoßen, indem es Benutzern ermöglicht, auch Anwendungen über Symphony zu entwickeln. Symphony ist eine sich entwickelnde, kostenlose Alternative zur [Microsoft] .Net-Entwicklungsumgebung, sagte Cavanaugh.

Dies sind nur zwei Beispiele für die Stimmung, die die Ankündigungen bei Lotusphere durchdringt. IBM glaubt, dass es auf dem Weg ist, und das Unternehmen versucht, den Anstieg voranzutreiben. Zumindest bei Lotusphere stoßen diese Bemühungen auf ekstatischen Beifall des Publikums. Aber IBM steht nicht allein im Wettbewerb mit einigen der Kronjuwelen von Microsoft: Auch Google hat mit dem kostenlosen, webbasierten Google Docs seinen Hut in den Ring geworfen. Die jüngste Übernahme des webbasierten Textverarbeitungsprogramms Buzzword durch Adobe könnte zu einer weiteren Herausforderung werden – eine, die noch gewaltiger werden könnte, wenn das Unternehmen Buzzword mithilfe seiner AIR-Technologie in eine clever tragbare Desktop-Anwendung umwandelt. (Siehe Zum Web und wieder zurück.)





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