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Paris versus London: Die Erreichbarkeit einer Stadt messen
Wenn Sie schon einmal London oder Paris besucht haben, wissen Sie, wie einfach es ist, viele angenehme Stunden damit zu verbringen, die Pariser Boulevards und Londoner Plätze zu erkunden. Aber was ist zugänglicher? Nun hat eine Gruppe von Physikern herausgefunden, wie man die Erreichbarkeit einer Stadt messen kann und stellte fest, dass die französische Hauptstadt deutlich besser erreichbar ist als die britische.
Luciano da Fontoura Costa von der Universität von Sao Paulo in Brasilien und einige Freunde erstellten ein Computermodell der Straßen- und U-Bahn-Netze in beiden Städten. Die Netze von Paris und London hatten 11699 Knoten bzw. 6885 Knoten.
Dann ließen sie ameisenähnliche Agenten los, um in selbstvermeidenden zufälligen Spaziergängen durch die Straßen der Stadt zu kriechen und beobachteten, wo sie landeten. Die Forscher simulierten insgesamt 10.000 Wanderungen für jeden Knoten in jedem Netzwerk.
Anschließend berechneten sie für jeden Knoten eine Diversity-Entropie, eine Zahl, die angibt, wie leicht es ist, von einem Knoten zu anderen in der Nähe zu gelangen. Die Ergebnisse sind in den obigen Bildern (London oben) zu sehen, in denen rote Bereiche leichter zugänglich sind.
Beachten Sie insbesondere, dass das Gebiet von London südlich der Themse besonders unzugänglich erscheint, während das Gebiet von Paris südlich der Seine mit dem nördlichen vergleichbar ist.
Warum der Unterschied? Costa und Co. sagen zuerst, dass die Themse viel breiter ist als die Seine, die 2,5-mal so viele Brücken über sie hat. Das wirkt sich erheblich auf die Barrierefreiheit aus. Sie weisen auch darauf hin, dass Londons große Parks – Hyde Park und Regent’s Park – die allgemeine Erreichbarkeit der Stadt im Vergleich zu Paris beeinträchtigen.
Die Studie untersuchte auch, wie sich unterirdische Systeme auf die Zugänglichkeit auswirken (sie verbessern sie, nicht überraschend).
Das Team sagt, dass die Studie die Idee unterstützt, dass die Diversity-Entropie ein nützliches Maß für die Zugänglichkeit in Städten ist (obwohl es gut wäre zu wissen, wie gut selbstvermeidende Random Walks reale Reisemuster modellieren). Aber wenn wir dies als gelesen betrachten, könnte diese Technik (und andere ähnliche) ein nützliches Werkzeug für Stadtplaner darstellen, um die Auswirkungen von Änderungen an Straßennetzen, öffentlichen Verkehrssystemen und Brückenbau abzuschätzen. Lassen Sie die Planung beginnen.
Ref: http://arxiv.org/abs/0911.2028 : Zur Effizienz unterirdischer Systeme in Großstädten